Von Aufseß nach Homburg a.M. und von da nach Hause

Die längste, aber leider auch insgesamt überwiegend langweiligste Route unserer Tour. Die Etappen durch den Steigerwald zu Beginn sind noch recht spannend, wobei Ellis Pferdchen nicht so recht die Berge hoch wollen.

Schlüsselfeld, gegenüber.
Schlüsselfeld, etwas weiter links.
Schlüsselfeld, eine Winzigkeit weiter rechts.

In Schlüsselfeld gibt es frisch aufgesetzten Kaffee in der Feinbäckerei H. Fischer, in dem die anderen Gäste im hinteren Raum eher Bier zu trinken scheinen.

Cafe Fischer, man beachte die Bierwerbung.
Der Filterkaffee wurde frisch aufgesetzt. Die Torte war lecker.

Die lange Strecke, die diese Route im Dreieck Bamberg, Schweinfurt und Würzburg zubringt, ist meines Erachtens nicht empfehlenswert. Würzburg wird so durch ein Gewerbegebiet angefahren, wohl nach dem Motto, wenn es immer am Main lang geht, kann es nicht schlecht sein. Ist es aber.

Eine weitere Mainüberquerung. Nicht alle sind günstig.
Auf ein Kaltgetränk in Volkach.
Willkommener Schattenspender.

Erst hinter Würzburg wird die Strecke dann wieder reizvoller und der letzte Abschnitt den Main entlang nach Homburg entschädigt dann wieder.

Das güldene Rößlein (wir können ja auch nichts für diese Namen…) empfängt uns erstmal mit Betonaufbrechschlaghammergeräuschen vom gegenüberliegenden Platz 🙁 Auf freundliche Nachfrage, ob der Gute denn vielleicht bald Feierabend macht (immerhin war es schon kurz vor 18:00 vor einem Feiertag…) kam die beunruhigende Antwort: „Naja, der fängt in der Früh immer recht spät an…“

Müde, hungrig und verschwitzt stellen wir uns nacheinander zum Bausound in die Dusche, um alsbald einen ruhigen Biergarten aufzusuchen. So der Plan. Homburg am Main macht es uns jedoch nicht leicht – die ersten Versuche in Laufweite lassen uns vor verschlossenen Gasthof- und Biergartentüren zuerst ratlos zurück. Eigentlich waren wir ja wegen der Homburger Bräuscheuere überhaupt hier.

EmmaDie hatten uns auf telefonische Nachfrage mitgeteilt, dass zu unserem Reisetermin keine Zimmer frei seien. Dabei haben sie leider vergessen mitzuteilen, dass auch ihr Gasthof geschlossen sein würde. Auf ihrer Homepage stand davon nichts. 👎 👎 👎

Auf Nachfrage in unserem Hotel macht man uns auch keine große Hoffnung: „Da is a Weinlokal die Straße nunter. Sonst gibt’s nur noch den schwarzen Adler, weiß aber net, ob der aufhat.“ Das Weinlokal war wie ausgestorben, aus dem gekippten Fenster im Nachbarhaus erklang röchelndes Rauchergehuste im Sekundentakt. Hunger, Durst & Verzweiflung machten sich langsam immer breiter.

ElliAber irgendwie konnte ich nicht glauben, dass es das gewesen sein sollte und ein paar Schritte die Straße weiter hinunter blitzte im Augenwinkel das rettende Biergartenschild auf. Einmal um die Ecke und am Ufer des Mains im mit Kies gefüllten Hof an einer Scheune tat sich das „Vogelfrei“ unterm Kirschbaum auf. Seufzer der Erleichterung.

Zwei Bratwürste und zwei halbe Helle später sah die Welt wieder wunderbar aus. Auch das drohende Gewitter konnte uns nichts anhaben, das Scheunendach bot allen Gästen ausreichend Schutz.

 


4. Tagesetappe.

Tagesetappe: 337 km – Unterfranken – Steigerwald – Mainfranken – Würzburg – Homburg a.M.

Unterkunft: Zum güldenen Rößlein – 👍🏼 – DZ inkl. Frühstück: 68,00 Euro.

Unterbringung Mopeds: Garage – 👍🏼

 


Der nächste Morgen war zunächst sonniger als erwartet und Bob der Baumeister hatte glücklicherweise im erzkatholischen Bayern am Feiertag Ruhe zu geben.

ElliEin Blick auf Ellis Ölstandanzeige lässt mich allerdings die Stirn runzeln. Elli sieht durstig aus. Nach mittelkurzer, kaum die Abreise verspätender Recherche sieht es danach aus, dass wir an der nächsten Tanke nach 10 W 40 fragen sollten. Tanke Nr. 3 hat das gewünschte Produkt und nach dem Einfüllen guter 300 ml kann es weiter heimwärts gehen.

Wir fahren ein Stück durch den Spessart und wieder an Aschaffenburg vorbei. Dann besuchen wie einen Freund in Mörfelden, wo uns wärmender Kaffee und eine Erstversorgung von Ellis beginnender Ellenbogengelenkkapselentzündung erwartet und wir anschließend lecker türkisch essen gehen.

Unser Endspurt erfolgt am Rhein entlang auf der B42. Die Vorhersage für den Tag hat keine gute Aussichten parat, der Horizont will auch nicht wirklich heller werden. Wir wollen auf Nummer Sicher gehen und legen bei Wiesbaden die Regen-Kombis an. Wirklich nötig sind sie bei den paar Tropfen nicht, aber sie wärmen auch ganz angenehm, denn es hat sich merklich abgekühlt.

Wir machen noch eine letzte Rast in St. Goarshausen und dann ab nach Hause.


5. Tagesetappe.

Tagesetappe: 299 km – 👍🏼 – Spessart – Hessen – Rheintal.

 

 

Emma Verfasst von:

Honda NC 750X (2016)

2 Kommentare

  1. Avatar
    Conny
    12. August 2018

    Sehr schön komponiert, Lektüre ein Genuß! Immer weiter so!

  2. Avatar
    conny
    12. August 2018

    Und demnächst gehe ich an die Lektüre in englisch..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.